{"id":25159,"date":"2019-11-27T08:24:34","date_gmt":"2019-11-27T08:24:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.paraplegie.net\/?p=25159"},"modified":"2019-12-23T15:05:52","modified_gmt":"2019-12-23T15:05:52","slug":"therapie-und-behandlung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paraplegie.net\/de\/therapie-und-behandlung\/","title":{"rendered":"Therapie und Behandlung"},"content":{"rendered":"<h2>THERAPIE UND BEHANDLUNG QUERSCHNITTSL\u00c4HMUNG<\/h2>\n<p>Die Behandlung der Paraplegie, Querschnittsl\u00e4hmung soll im g\u00fcnstigsten Fall die Heilung einleiten, andernfalls kann sie lediglich eine Verschlimmerung verhindern und das Risiko von Folgeerkrankungen eind\u00e4mmen. Die Heilungsaussichten sind neben dem Grad der Verletzung vor allem von der Erstbehandlung abh\u00e4ngig. Der Patient muss, um weitere Verletzungen zu vermeiden, flach gelagert und m\u00f6glichst auf einer Vakuummatratze transportiert werden. Abrupte Bewegungen, St\u00f6sse, Ersch\u00fctterungen oder gar ein Abknicken der Wirbels\u00e4ule gilt es zu verhindern. Die station\u00e4re Behandlung sollte nach M\u00f6glichkeit in einer spezialisierten Einrichtung erfolgen. Sie beginnt mit der Fixierung des Patienten, um die Wirbels\u00e4ule zu stabilisieren.<\/p>\n<p>Dies kann auch operativ geschehen, indem eine Fixatur an den betroffenen Wirbeln angesetzt wird. Unterst\u00fctzend kann der Patient eine Halskrause oder ein Korsett tragen. Bei einer Wirbels\u00e4ulenfraktur ist eventuell ein operativer Eingriff erforderlich. Insbesondere muss verhindert werden, dass einzelne Wirbel auf das R\u00fcckenmark dr\u00fccken oder gar Knochensplitter zu weiteren Verletzungen f\u00fchren. Es gilt, die nat\u00fcrliche Stellung der Wirbels\u00e4ule wiederherzustellen, um eine eventuelle Regeneration der Nerven erst zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Die medikament\u00f6se Behandlung zielt zun\u00e4chst auf eine Symptombehandlung ab, um Begleiterscheinungen zu minimieren und Folgeerscheinungen nach M\u00f6glichkeit zu verhindern. Mit Spasmolytika sollen Spannungen gel\u00f6st werden, gegen Schmerzen werden Analgetika gegeben. Meist werden dem Patienten auch Psychopharmaka verabreicht, da sich dieser in der ersten Zeit in einem Schockzustand befindet, der die L\u00e4hmungserscheinungen verst\u00e4rkt. Die weitere Behandlung zielt letztendlich darauf ab, dem Patienten ein unabh\u00e4ngiges Leben zu erm\u00f6glichen. Die Erfolgschancen richten sich nach der Art und Schwere der Verletzung, der Erstversorgung und der Therapie, die eine Reinnervation bewirken soll. Dazu werden idealerweise bereits w\u00e4hrend des station\u00e4ren Aufenthalts die Motorik und Sensibilit\u00e4t leicht trainiert und Stimulationen der Nerven durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Um die Heilungschancen zu verbessern, wird seit dem Jahr 2005 in klinischen Studien Cordaneurin getestet. Das neurotherapeutische Medikament soll die Regeneration der Nervenzellen f\u00f6rdern, da sich diese ohne Unterst\u00fctzung nicht neu bilden und organisieren. Seit 2010 wird weiterhin der Erfolg einer Behandlung mit embryonalen Stammzellen erforscht. Die Stammzellen werden zu diesem Zweck in das R\u00fcckenmark injiziert.<br>\nIn Tierversuchen hat die Behandlungsmethode zu einer deutlichen Verbesserung der Bewegungsf\u00e4higkeit bis hin zur vollst\u00e4ndigen Wiederherstellung der Nerven gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Im Anschluss wurde die Behandlung mit Stammzellen auch an Menschen getestet. Bereits w\u00e4hrend der station\u00e4ren Behandlung beginnt die Rehabilitation, zun\u00e4chst nur in pflegerischer Hinsicht, sp\u00e4ter als Vorbereitung auf die eigentlichen Rehabilitationsmassnahmen. Die pflegerischen Massnahmen umfassen vor allem die Versorgung des Patienten aufgrund der Blasen- und Darml\u00e4hmung in physischer und psychischer Hinsicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>THERAPIE UND BEHANDLUNG QUERSCHNITTSL\u00c4HMUNG Die Behandlung der Paraplegie, Querschnittsl\u00e4hmung soll im g\u00fcnstigsten Fall die Heilung einleiten, andernfalls kann sie lediglich eine Verschlimmerung verhindern und das Risiko von Folgeerkrankungen eind\u00e4mmen. 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